Helferkreistreffen am 14. Juni 2017 in Neukirchen

Bericht über die aktuelle Lage in den Unterkünften in Riedering

Nach längerer Zeit gab es mal wieder ein Helferkreistreffen um mit dem zuständigen Helferkreiskoordinator der Caritas über die aktuelle Lage in Riedering zu diskutieren. Dabei wurden wir kulinarisch bestens versorgt von der Familie Breit.

Hans-Georg Schmidt und Heinrich Dhom unterrichteten über die aktuelle Lage. In Riedering ist die Lage etwas angespannt, da sehr viele Nigerianer negative Asylbescheide erhalten haben. Des Weiteren verlieren die meisten in den kommenden Wochen ihre Arbeitserlaubnis, die ja nach dem neuen Asylgesetz der Bundesregierung an einen positiven Asylbescheid gekoppelt ist. In manchen Fällen konnten wir einen Anwalt vermitteln, der versucht gegen den Abschiebebescheid vorzugehen in vielen Fällen ist dies, mit der derzeitigen Rechtslage in Deutschland, aussichtlos. Hier bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt.

In Neukirchen ab es inzwischen schon einige Wechsel und immer wieder neue Belegungen. Der wöchentliche Deutschkurs unter der Leitung von Anne Dhom und Babara Kaddick wird sehr aktiv wahrgenommen und rege besucht. Ein, über das Landratsamt bezahlter, Putzdienst wird von zwei Frauen der Unterkunft durchgeführt, was die Sauberkeit sehr erhöht hat. Dank der Radelwerkstatt des Helferkreises sind viele Flüchtlinge weiterhin mobil und können unter anderem Arbeitsstellen auch in schlecht angebunden Nachbargemeinden nachgehen.

In Söllhuben leben nach wie vor sieben Asylsuchende aus Afghanistan und Syrien. Vor allem die Syrier haben sich gut etabliert und ihr Deutsch verbessert sich immer mehr. Shalaan ist gerade dabei seinen deutschen Führerschein zu machen.

Insgesamt ziehen die beiden Koordinatoren für Flüchtlingsangelegenheiten ein positives Fazit über die aktuelle Lage über Asylsuchende in Riedering. Nach wie vor ist vor allem die mühevolle Arbeit mit den Behörden das größte Ärgernis für sie.  

Moritz Beck, Ehrenamtskoordination vom Caritas Zentrum in Rosenheim berichtet über seine Tätigkeit und seine Vorhaben die Helferkreise besser zu verbinden und vorhandene Problemstellung gemeinsam zu lösen.

Der Gartenbauverein hat auch heuer wieder einen interkulturellen Gemeinschaftsgarten für die Flüchtlinge in Riedering gestiftet zusammen mit ihnen die ersten Pflanzerl gesetzt und die Samen ausgebracht. Wir hoffen auf reiche Ernte und bedanken uns sehr herzlich beim Gartenbauverein Riedering.