Hintergrundinformation zu Asylbewerbern

Gründe für ein (u.U. nur einstweiliges) Verbleiben von Flüchtlingen und Asylbewerbern

  • Asylrecht
  • Flüchtlingsschutz
  • Abschiebeschutz

Die durchschnittliche Bearbeitungszeit bis zu einer Entscheidung liegt zurzeit bei ca. 7 Monaten. In Vorbereitung erfolgen mehrere Interviews durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge an der Außenstelle München.

Bevor die Flüchtlinge zu uns in die Gemeinde kommen waren sie bereits in einem Auffanglager, z.B. in der Bayernkaserne in München oder in Ingolstadt. Dort wurden sie eingekleidet und medizinisch erstuntersucht.

Nach Aufnahme in die Gemeinde erhält jeder ca. 330,- Euro monatlich, womit er seine Verpflegung und sonstigen Lebensbedarf abdecken muss, einschließlich der Fahrtkosten nach Rosenheim und München zu den Behörden.

Nach drei Monaten dürfen sie erstmals Arbeit suchen und aufnehmen, soweit sie nicht in Konkurrenz zu einem deutschen Arbeitssuchenden treten. Hierfür ist eine gesonderte Genehmigung des Arbeitsamtes erforderlich.

In diesen ersten drei Monaten sind unsere ehrenamtlichen Helfer täglich mit Deutschunterricht engagiert und treffen dabei auf uneingeschränkte Lernwilligkeit, ja Begeisterung.


Statistische Zahlen für Bayern 2014

  •  202 Personen Asylberechtigte 1,3 %
  •  4204 Personen Flüchtlingsschutz 27,3 %
  • 669 Personen andere Schutzgründe 4,3 %

1.  Vollstreckung Todesstrafe
2.  Folter oder unmenschliche Erniedrigung
3.  Gefahr für Leib und Leben bei innerstaatl. oder internat. bewaffneten Konflikten

  •  396 Abschiebeverbot 2,6 %
  • 5675 anderweitige Erledigung des Antrags 36,8 %

Das bedeutet, dass ca.

  • ein Drittel der Anträge positiv im Sinne einer zumindest zeitweiligen Aufenthaltsgestattung beschieden werden.
  •  ein zweites Drittel erledigt sich aus anderweitigen Gründen.

bei ca. einem Drittel wird es zur Aufforderung kommen, unser Land zu verlassen - bei Nichtbefolgung zu einer Abschiebung.

Im Vergleichszeitraum zum Vorjahr hat sich die Ausweisung verdreifacht. Hierbei handelte es sich jedoch weit überwiegend um Flüchtlinge aus den Balkanstaaten. In 2014 sind über 4300 Flüchtlinge freiwillig wieder ausgereist und haben hierfür einen Finanzzuschuss erhalten.


Der Helferkreis bedankt sich bei allen Unterstützern. Er ist weiterhin von Sach- und Geldspenden abhängig, zuvorderst jedoch an aktiver Mitarbeit in allen Bereichen interessiert.

Hans Georg Schmidt, Helferkreis Riedering